Der Tag beginnt mit einer traurigen Nachricht. Klaus will hier aussteigen, was wir alle sehr gut verstehen können. Eine Unterkunft kann man schnell und günstig im Internet buchen und seine Rückfahrt ist auch schon organisiert. 

Nachdem wir alle ausgeschlafen haben beginnt der Tag aber erstmal mit einem guten Frühstück. Dann genießen wir nacheinander die heiße Dusche, die zwar den Charme einer Kaserne der 60er Jahre hat, aber sehr sauber und heiß ist. 

Langsam müssen wir uns von Klaus verabschieden und tragen mit ihm seine Ausrüstung noch in seinen neue Unterkunft. Dann geht es auch schon wieder los. Da wir uns ja auf eine Langfahrt befinden, macht uns das späte auslaufen keine Sorgen. Um 13:00 Uhr sind wir wieder auf der Nordsee unter Genua und segeln einen Kurs nach Norden. Wir gehen sogar so weit, dass wir einen Schmetterling fahren, also Gross und Genua auf gegenüberliegenden Seite. Das Gross sichern wir mit einem Bullenstander, die Genua baumen wir aus. 

So geht es einige Zeit gut voran. Da die Küste hier eine Rechtskurve nimmt und der Wind rückdreht, müssen wir bald wieder “normal” segeln. Cris und ich gehen ins Vorschiff, um den Genuabaum zu verstauen. Ich bin grade auf der Leeseite hinter der Saling, da reißt mit einem Knall der Bullenstander und der Baum schlägt mit voller Wucht um. Glücklicherweise bin ich da schon vor der Saling, sodass der Baum mich nicht treffen kann. Das hätte zwar nur einmal Kopfschmerzen gegeben, dafür aber sehr nachhaltig. 

Zumindest müssen wir den Bullenstander nicht mehr lösen und nachdem der Genuabaum verstaut ist, geht es mit einem Raumshotkurs weiter. 

Um 17:00 Uhr haben wir dann Thorsminde, zwei Stunden später haben wir auch Bovbjerg Fyr querab. Der Wind lässt leider nach. Hier in Küstennähe können wir jederzeit einen Wetterbericht einholen und der sagt leider eine Flaute für die nächsten 12 - 16 Stunden voraus. Wir starten den Motor, um hier nicht einzuparken. Eine kurze Überlegung bringt uns zu einem neuen Ziel. Anstatt unter Motor durch die Nacht zu gehen, können wir auch in Thyboron übernachten und am nächsten Tag weitersegeln. Das spart uns teuren Diesel und wir können ausgeruht über die Jammerbucht gehen. 

Thyboron liegt zwar direkt an der Küste, die Hafenzufahrt befindet sich aber schon im Limfjord. Die Zufahrt in den Limfjord erzeugt jetzt in der Dunkelheit kurzzeitig Verwirrung bei uns. Sehr unüblich hat die Ansteuerungstonne kein Gleichtaktfeuer. Weiter im Norden zeigt sich ein Leuchtturm mit der gleichen Kennung. An der Südwestspitze der Zufahrt zeigt der Leuchtturm 3 Blitze, was wir zunächst als Ost-Kardinaltonne erkennen. 

Die Seltsame Kombination aus Leuchtfeuern können wir aber doch korrekt und mit viel Verwunderung identifizieren und steuern um 21:00 Uhr an unseren Liegeplatz. 

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