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Ab heute dürfen wir endlich nach Mecklenburg Vorpommern einreisen. Die Verordnung des Landes ist leider nicht eindeutig und sagt über Sportboote gar nichts aus. Camper müssen eine Buchung vorweisen, das gibt es für Sportbootfahrer natürlich nicht. 

Ich telefoniere mit dem Yachthafen Kühlungsborn, auch dort weiß man nicht mehr. Aber wir sind natürlich willkommen. Den Code für die Toiletten erfahre ich auch gleich.

Nach einem guten Frühstück legen wir um 11:45 Uhr ab. An der Hafenausfahrt öffnen wir die Genua, die uns durch den Graswarder bis durch die Fehmarnsundbrücke mit 7 Knoten zieht. Hinter der Brücke sind wir natürlich in der Abdeckung und müssen das Segel einmal shiften. Wir fahren aus dem Fahrwasser immer geradeaus über den Lübeck Ostsee Weg. Der Wind lässt nach und wir shiften das Segel noch mal zurück. Wir bleiben jedoch permanent über 5 Knoten Fahrt und der Windmesser zeigt uns noch 13 - 14 Knoten Wind an. 

Ich überlege, ob wir den Gennaker setzen, angesichts der Fahrt mit 5 Knoten entscheide ich mich jedoch erstmal dagegen. So dümpeln wir nach Kühlungsborn, bis uns 4 Meilen vor dem Hafen der Wind und die Geduld fehlt. Natürlich könnten wir jetzt noch den Gennaker setzen, aber die Alternative ist 30 Minuten Motorfahrt (und heißes Wasser). Die Entscheidung fällt schnell….

Um 18:00 sind wir fest am Schwimmsteg mit Finger. Die Boxen sind sehr leicht anzufahren, das Hafenbecken sehr großzügig bemessen und die Boxen sind wirklich breit. zwischen unserem Nachbarlieger und uns würde noch eine ranke Yacht passen…

Ein kurzes Telefonat sichert uns einen Platz im örtlichen Brauhaus. Es bestätigt sich (leider), dass in einem guten Brauhaus das Essen mittelmäßig ist (und umgekehrt). Das Bier ist jedenfalls lecker. Nach dem Essen gibt es noch Fotos vom Sonnenuntergang, dann geht es gut gesättigt geht es zurück an Bord.