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Ich bin gerne in Möltenort, die Infrastruktur stimmt einfach. Man ist schnell in der City, man liegt sehr geschützt und es nicht so weit wieder nach draußen. Außerdem verkaufen die Fischer hier im Hafen ihren fangfrischen Fisch. Jedesmal ein leckerer Abendessen… Pfanne, Salz, Pfeffer, fertig. Beim Fischer im Hafen gibt es heute aber nur eine fangfrische Flunder mit 400 g Lebendgewicht. Das reicht natürlich nicht für uns...

Ich nutze die Gelegenheit und stecke meine Wäsche für 2,- Euro in die Maschine während ich Brötchen hole. Beim Frühstück genießt meine Wäsche für weitere 2,- Euro dann ein paar warme Rundtörns im Trockner. Pünktlich zum Ablegen ist alles fertig. 

Den Hafenmeister erreiche ich leider nicht mehr, sodass die Türkarte an Bord bleiben muss. Für die Karte muss man 5,- Euro Pfand hinterlegen, die hole ich mir dann irgendwann zurück. Ich muss also noch mal hierher…. Ab dem 26.09. geht es mit Raf rüber zur Nordsee gehen, dann kommen wir ja wieder in Möltenort vorbei. Ralfs akutellen Törnplan (Stand 25.05.) findet hier: http://ralfuka.de/images/pics/downloads/Toerns2020B.pdf. Soweit ich weiß, sind noch Plätze frei. Meldet Euch bei Ralf, wenn ihr Interesse an einem tollen Törn habt. 

Heute geht es aber in die andere Richtung:

westliche Ostsee:
Ostteil anfangs S um 5 sonst SW - W 3-4, etwas zunehmend, anfangs gebietsweise diesig, See 1 Meter

Claus bringt uns um 12:45 Uhr aus der Box und das große Hafenbecken der Fischer bietet und genügend Platz, um das Groß zu setzen. Wir versuchen zwar unter Segel auch aus den Hafen zu segeln, aber wir haben zu wenig Schwung. Der Wind steht genau auf der Einfahrt. Wir haben zu Sicherheit den Motor im Leerlauf mitlaufen lassen. Ein kurzer Schub bringt uns sicher aus den Hafen. 

Wir setzen schnell einen Kurs in Richtung offene See und können auch sofort die Genua dazu nehmen. Hoch am Wind geht es schnell raus und hinter Laboe können wir schon auf die Kolberger Heide abfallen. 

Wir segeln ein gutes Stück weiter, müssen dann aber die Genua einrollen. Sie wird bei unserem Kurs durch das Groß abgedeckt. Der Wind frischt zwischenzeitlich deutlich auf, was uns zum Reffen des Groß veranlasst. Wir gehen in den Wind und schnell liegt das 1. Reff auf dem Baum. Weiter geht es.

Der Wind frischt jedoch immer weiter auf und die Kalami Star beginnt vor dem Wind zu geigen. Die Böen werden immer heftiger. Wir wechseln vom Groß auf die Genua. Mit dem Motor gehen wir in den Wind und schnell ist das Groß weg. Gerade noch Rechtzeitig, eine Bö haut uns 32 Knoten um die Ohren…

Wir rollen danach die Genua nur zur Hälft auf und lassen uns durch das Warngebiet Todendorf ziehen. Um 15:00 Uhr hole ich mir in Höhe von T4 einen neuen Wetterbericht. Der DWD hat seinen Fehler bemerkt:

Starkwindwarnung (u.a.) für die westlicher Ostsee.
SW - W um 4 langsam zunehmend 5-6, strichweise diesig, Schauerböen, See 1 Meter.

Wir tanzen jetzt vor dem Wind über die Wellen und brechen immer neue Geschwindigkeitsrekorde. Bis über 10 kn zeigt der Plotter an, wenn wir die Wellen surfen können.

Die Strecke rauscht nur so an uns vorbei und lassen uns von der Genua bis in den Graswarder ziehen. Dann müssen wir leider die Genua einrollen und unter Motor in den Hafen fahren. 

Eigentlich wollen wir wieder an Steg 9, doch das ist “unser” Platz besetzt. Wir verholen zu Steg 12. Dort zeigen wir wieder Hafenkino vom Feinsten. Wir drehen uns um den Pfahl rückwärts in die Box. Die Nachbarn staunen…

Vor dem wohlverdienten Anleger müssen wir noch die Festmacher- und Hilsleinen sortieren. Eine Sorgleine will noch gespannt werden und wir müssen das Groß ordentlich auftuchen. Dann schmeckt auch der Anleger…

Es geht noch schnell zum Rewe um für die nächsten Tage einzukaufen, dann steht auch alsbald das Essen auf der Back.