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Kappeln BrueckeZugegeben, heute können wir fast überall hin. Von Flensburg bis Kiel steht uns alles offen:

Küstenseewetterbericht, Flensburg bis Fehmarn:
Südöstliche Winde um 3

Dazu strahlend blauer Himmel mit viel Sonne. Ich gehe zum nahegelegenen Bäcker und muss natürlich in der Schlange warten, bis die Verkäuferin vor den Laden tritt und ruft: "Wer auf Brötchen hofft, hofft vergebens..." Schnell löst sich die Schlange vor mir auf und ich darf als nächster an den Tresen. Brot, Kaffee und ein Kuchen für den Nachmittag sind noch für mich da. Mit der Beute geht es zurück an Bord. Wir haben heute nach Eckernförde keine Eile, sodass wir in Ruhe frühstücken und klar Schiff machen können. 

Um 11:35 Uhr geht es dann los.

Wir legen mit einer leichten Strömung in Richtung Schleimünde ab. und reihen uns in die wartende Meute vor der Klappbrücke ein. Es sind vielleicht 50 Boote auf jeder Seite der Brücke, die auf die Öffnung warten. Es geht dann doch ziemlich geordnet zu und der gesamte Tross setzt sich um 11:45 Uhr in Bewegung und kommt gegen 12:30 Uhr in Schleimünde an. Der Wind steht sehr günstig, sodass wir das Großsegel schon in der Fahrrinne setzen können. Hinter den Molenköpfen geht es für uns in Richtung Eckernförde. 

 

Wir schalten den Motor aus, setzen die Genua und nach etwas Trimm gewinnen wir schon die erste Regatta. Vor Olpenitz haben wir den ersten kassiert. Dann geht es weiter und bis Damp sind noch 2 Konkurrenten fällig. Wir ziehen vor der Küste runter bis zum Eingang der Eckernförde. Ab dort müssen wir vor dem Wind segeln. Ein perfekter Zeitpunkt für Kaffee und Kuchen im Cockpit. Wir lassen uns von dem Wind in Richtung Eckernförde schieben und lassen einen aufkommer unter Genakker vorbei. 

Die restliche Strecke genießen wir richtig und laufen schließlich unm 16:00 Uhr in Eckernförde ein. Wir bekommen den letzten besten Liegeplatz. Sonne im Cockpit, Wind auf dem Bug, nette Nachbarn und Hafenkino vom feinsten... Das Hafenmanöver wäre etwas für das Lehrbuch gewesen. Rückwärts in die Boxengasse und vorwärts gegen den Wind in die Box. Leinen, Strom, Anleger.

Die nach uns einlaufende Yacht wählt den schwierigeren Weg und steuert vorwärts in die Boxengasse. Dadurch haben sie den Wind in der Boxengasse auf dem Heck. Das macht das eindrehen in die Box schwieriger, da der Wind den Bug von der Box wegdrückt. Prompt verfehlen sie ihre Box und müssen in der engen Gasse viel korrigieren. Man merkt aber, das der Skipper seine Yacht gut beherrscht und die Situation unter Kontrolle hat. Im zweiten Anlauf klappt es dann auch mit Hilfe des Bugstrahlruders. 

Wir bezahlen beim Hafenmeister die Liegegebühr und schlendern in die Fußgängerzone von Eckernförde. Am Dom kehren wir spontan in die Domschänke ein und nach einem sehr guten Abendessen geht es zurück an Bord. Mich treibt es heute ziemlich früh in die Koje, sodass ich nicht mal mein Logbuch schreiben kann. Das hole ich einfach morgen nach.