Heute ist also der letzte (mögliche) Segeltag. Für heute gibt uns der DWD noch folgendes Wetter:

Seewetterbericht für Nord- und Ostsee herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst, Seewetterdienst Hamburg am 10.07.2019, 02.57 UTC.

Vorhersage gültig bis heute Nacht:
Westliche Ostsee: Nordwest 4, etwas abnehmend, See 1 Meter.

Damit sollten wir gut bis Heiligenhafen kommen. Für morgen wird nur zwischen 4 kn und 6 kn vorhergesagt (Windfinder) und teilweise sogar aus südlichen Richtungen. Damit würden wir auf der Strecke natürlich keinen Blumentopf gewinnen und auf Motorfahrt haben wir beide keine Lust. 

Bei den Nachbarn haben wir uns für 10:00 Uhr zum Ablegen vorbereitet, aber da ein reges "Boxen wechsel Dich" Spielchen einsetzt, haben wir um 10:00 Uhr freie Fahrt. Noch in der Box machen wir unsere Yacht soweit klar, dass wir am Besten noch in der Hafeneinfahrt die Segel setzen können. 

 

Kurz nach 10:00 Uhr geht es für uns los, wir ziehen uns längs der Mauer aus der Box und können dann auch ohne Probleme ablegen. Wir tuckern langsam in Richtung Ausfahrt, während ich das Deck von Leinen und Fendern aufklare. Von hinten wird hingegen schon gedrängelt: einem deutschen Skipper sind wir nicht schnell genug, aber anstatt einfach auch etwas Fahrt rauszunehmen, brüllt er von hingen "GAAAS!". Nagut, etwas schneller können wir laufen, das Deck ist klar und ich kann dann vor dem alten Fährhafen das Gross setzen. Der Drängler überholt und wir fahren mit einem kleinen Schlenker gegen den Wind und setzen das Gross ins 1. Reff. 

Unser Drängler fährt noch ein gutes Stück unter Motor raus, während wir schon unter Segel auf Halbwind Abstand zur Küste holen und ihn so wieder kassieren. Sein Drängeln und Überholen war also völlig überflüssig...

Wir fahren noch ein Stück weiter, da wir uns um unseren Plotter kümmern. Der hat heute irgendein Problem mit dem GPS Empfang. Nach 15 Minunten geben wir auf, lassen den Plotter plotten und nehmen Kurs auf die Südspitze von Langelang. Die Fock rollen wir aus und trimmen das Gross. Zwischenzeitlich ist uns der Drängler von hinten wieder näher gekommen, aber nun lassen wir ihn mit 8 kn Fahrt einfach hinter uns!

So kassieren wir noch 2 Yachten und die KO 4 (OK, die hat sich auch nicht gewehrt). Der Wind lässt langsam nach, kommt gleichmäßiger und wir reffen das Gross aus. Trotzdem werden wir (zeitweise) etwas langsamer, aber unsere Konkurrenten auch. Als wir in Höhe LT Flügge sind, scheint der Drängler von heute Morgen erst bei der KO 4 zu sein...

Wir biegen hinter den Graswarder ein und fahren gegen den Wind auf Heiligenhafen zu. Gelegenheit, das Gross fallen zu lassen und auf den Baum zu binden. Wir müssen noch an die Tanke und halten uns im Hauptfahrwasser zum Fischereihafen. Uns kommt eine Yacht entgegen, aber die muss aus dem Nebenfahrwasser ja eigentlich warten. Bei dem Entgegenkommer handelt es sich um die Kalami Star von Ralf. Ein Anruf und lautes Winken führen zur gewünschten Aufmerksamkeit und ein paar SMS später sind wir zum Grillen verabredet. 

Wir machen um 14:00 Uhr erst mal an der Bunkerstation fest und 25 Liter Diesel wechseln den Besitzer. Danach verholen wir in unsere Box und das Segelabenteuer hat um 15:00 Uhr ein Ende. Zumindestens fast. Wir machen noch klar Schiff, Segel auftuchen und Deck sbpritzen, dann geht gibt es als Anleger ein Fischbrötchen und ein Flens bei der örtlichen Fischbude. Die Grill einladung kommt uns sehr zu pass, da wir so unser restliches Obst in einen Obstsalat für alle verwandeln können. Das Grillgut und ein 6er Flens runden die Mahlzeit ab. 

Ich freue mich sehr über das Treffen mit Ralf und Sabin und wir sitzen nach dem Grillen noch bis 22:00 Uhr zusammen. Dann wir es uns zu kalt und die restlichen Gespräche holen wir nach...

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