Zunächst mal vorab: die Namen der dänischen Städte habe ich nicht immer korrekt geschrieben. Zum einen, weil ich auf meiner kleinen Tastatur nicht immer die Soderzeichen parat habe, zum  anderen gibt es unterschiedliche "Übersetzungen" für die Namen. Unser heutiges Ziel schreibt sich: Faaborg, Foborg oder Faborg. Zumindest weiß jeder, wo wir heute hin wollen.

Der dänische Wetterdienst dmi.dk gibt uns für heute:

10 m/s  NW, Strom im Lille Belt 1 kn - 1,5 kn SO

Also nicht wirklich optimal, aber zu machen. Unsere Nachbarn legen kurz vor 10:00 Uhr ab, wir folgen ihnen ein paar Minuten später.

 

Im Stadthafen geht das Gross ins 2. Reff und wir segeln nach Süden aus dem Als Sund und am Yachthafen vorbei. Dabei geht auch schon das Fock auf, und wir haben die Startregatte gegen unseren Konkurenten gewonnen. Die fahren noch einen Fender am Vorschiff spazieren, aber durch reines Zurufen erreiche ich sie nicht mehr. Macht nichts, Fender habe ich auch schon mal spazieren gefahren.

Wir setzten zunächst Kurs auf die Ansteuerungstonne der Flensburger Förde, um nicht vor dem Wind zu geigen. Eine Halse später und mit neuem Kurs 090° rw geht es Raumshots weiter. Da unsere Fock nun durch das Gross abgedeckt wird, rollen wir sie einfach ein. Trotzdem können wir uns gegenüber unserem Verfolger ab, der zwischenzeitlich seinen Fender eingeholt (oder verloren) hat.

Bei Pols Rev geht es dann am Wind weiter in Richtung Lyo bzw. Avernako, oder genauer zwischen beiden Inseln hindurch. Der Wind hat zwischenzeitlich wieder auf 24 kn - 25 kn zugelegt, hinzu kommt die Gegenläufige Strömung, sodass wir "nur" um die 5 kn Fahrt über Grund machen. Durchs Wasser laufen wir tatsächlich zwischen 6 kn und 6,5 kn. Die Welle nimmt nun auch zu, und wir lösen uns stündlich am Ruder ab. 

Als wir den Lille Belt nördlich von Skjoldnaes (Aero) verlassen und der Strom nicht mehr auf uns wirkt, fahren wir mit ca. 6,5 kn weiter. Zwischenzeitlich haben wir in der Spitze eine Windgeschwindigkeit von 28 kn gemessen. 

Wir nähren uns dem Fahrwasser zwischen Avernako und Faaborg, und das ist auf dem ersten Blick etwas verwirrend. Wir schauen abwechselnd in die Karte und finden unserern Weg durch das betonnte Fahrwasser. Im Faborg Fjord ist die Welle weg und wir haben etwas Windabdeckung. Wir bergen kurz vor dem Hafen schon das Segel und legen uns Leinen und Fender bereit. Etwas später drehen wir uns mit Leine um einen Pfahl und dampfen rückwärts in unsere Leinen ein und hangeln uns mit Nachbarshilfe (danke, danke, danke) in die Box. Um 16:00 Uhr sind wir fest. 

Unser erster Weg führt natürlich zum Betalingautomat und auf dem Rückweg in die Rogeri. Es gibt frisch geräucherten Fisch mit einem selbstgebrauten Bier. Lecker...

Ein Stadtrundgang schließt sich an. Natürlich haben am Sonntag alle Geschäfte zu, aber für ein Sightseeing ist das eigentlich von Vorteil. Wunderschöne Häuser reihen sich hier in der Altstadt aneinander und verbreiten einen herrlichen Charme. Faaborg ist auch für Nichtsegler ein Besuch wert. Bei meinem nächsten Besuch möchte ich gerne noch in die "Fabort Arrest, Jail Exhibition" im Ohavs Museet Faaborg gehen. 

Leider schaffen wir bei einem so kurzen Besuch kein Museum.

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