Die Strecke von Rendsburg nach Kiel gibt uns heute genügend Zeit zum Einkauf und für einen Spaziergang durch die Stadt. Frische Brötchen haben wir uns zum Hafenmeister bestellt, sodass es uns heute an nichts fehlt. 

Die Innenstadt von Rendsburg hat durchaus ein paar schöne und historische Häuser, jedoch verlieren die ihren Charme durch einige Neubauten und Baustellen. Die Fußgängerzone ist so normal, wie in jeder anderen Stadt auch. Vielleicht hat uns auch nur die Zeit gefehlt, um die schönen Ecken zu finden. 

Um 12:20 Uhr legen wir mit Seitenwind ab. Über den NOK, geht es ereignislos weiter bis zur Schleuse Kiel Holtenau. Wir müssen noch die Kanalgebühr in Höhe von 18,- Euro bezahlen. Hier treffen wir ein Motorboot wieder, das uns zuvor überholt hat. Sie kurven sinnlos vor dem Anleger, anstatt dort entspannt festzumachen. 

Als wir so warten gesellen sich zwei Segler zu uns, wir nehmen noch die Leinen an, aber eigentlich war das auch überflüssig. Gerade als das zweite Boot festgemacht hat, kommt über Funk die Aufforderung in die Nordkammer "zügig" einzulaufen und ganz durchzufahren. Es freut mich, dass wir keine lange Wartezeit haben und wir tun, wie uns geheißen.

Wir sind zwischenzeitlich gut eingespielt und sind so das erste Boot in der Nordkammer. Das kreisende Motorboot ist so von seinen Kreisen begeistert, dass es die plötzliche Bewegung am Wartesteg nicht mitbekommt und ein paar Kreise mehr dreht, bevor es sich auf den Weg in die Schleusenkammer macht.

So kommt es, dass wir in der Kammer ganz vorne auf Pole-Position liegen. Festmachen in Schleuen können wir mitlerweile auch, heute wird es das letzte Mal sein. Die Schleue schleust und ein Mitarbeiter geht auf der Kaimauer noch mal rum und weist jedes Sportboot persönlich an, beim Öffnen des Tores sofort auszulaufen.

Das Tor geht auf und aus dem Lautsprecher kommt die Ansage: "Die Sportboote bitte jetzt zügig auslaufen!". Da sind unsere Leinen aber schon los und mit einem kräftigen Schubser mit dem Bootshaken sind wir frei. In engen Kurven fahren wir um das Schleusentor und schon sind wir wieder in der Ostsee. Ein Blick zurück zeigt mir, dass die anderen nun von einem Schleusenmitarbeiter gescheucht werden. Zeit haben die heute nicht...

Ich muss dabei nun auch mal etwas angeberisch sagen, dass wir von allen Sportbooten die besten An- und Ablegemanöver gefahren sind. Sowohl am Wartesteg, als auch in der Schleusenkammer. 

Wir fahren nur noch einmal über die Förde und machen um 16:30 Uhr in Möltenort fest. Mit viel Seitenwind und einem Leinenmanöver kommen wir ohne größere Probleme in die Box.

Der Anleger schmeckt, das Abendessen auch. Wir bezahlen hier 17,30 Euro als Tageslieger (Hauptsaison) + 1,80 Euro pauschal für Strom. Hinzu kommt noch 2,- Euro Kurabgabe (Mai - September).  Duschen kosten für 6 Minuten 1,- Euro.

 

 

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