Noch ein Nachtrag zum Hafen. Wir haben gestern 18,- Euro inkl. Strom bezahlt. Duschen läuft mit Karte, 4 Minuten 1 Euro. Der Hafen ist gut, Sanitäranlagen sauber und man hat hier im Prinzip alles, was das Herz begehrt.

Der DWD gibt uns für die Deutsche Bucht O - SO 4-5 später wechselnde Richtung 2-4, See 1 Meter.

Wir lassen uns heute etwas Zeit, da wir auch wirklich Zeit haben. Die Melanie liegt immer noch gegenüber, anscheinend hat der Skipper es heute nicht mehr ganz so eilig. Um 09:20 Uhr legen wir 2 Stunden nach Hochwasser ab.

 

Vor der Hafeneinfahrt ist kein Verkehr, sodass wir sofort auf die rote Seite wechseln können. Wir versuchen zuerst auf Vorwindkurs unser Glück mit der Genua. Die meiste Fahrt machen wir jedoch mit der Strömung. Also einfach mal das Gross dazu. Auch der beste Schmetterling bringt nicht die Gewünschte Geschwindigkeit.

Wir haben ja noch einen Gennaker. Der Wind ist nicht zu stark, weit und breit keine Berufsschiffahrt in Sicht und außerhalb des Fahrwassers ist viel Platz. 

Wir versuchen das Tuch aufzuziehen, müssen das Unterfangen aber auch sofort wieder abbrechen. Der Gennaker ist in sich so verdreht, das Wir das Tuch gar nicht richtig hochbekommen. Wir müssen das Segel im nächsten Hafen in Ruhe erst mal richtig legen, um es dann richtig setzen zu können. Also rein mit dem Lappen und weiter als Motorsegler. 

Meine Geduld ist heute nicht mehr besonders hoch. Die Yacht ist einfach nicht das richtige. Der Konstrukteur hat versucht eine Renn- und Fahrtenyacht in einem zu bauen. Beides ist ihm nicht gelungen. Dafür kann natürlich der Vercharterer nichts, die Yacht hat alles, was mir versprochen wurde und ist technisch in Ordnung. Es sind die Details die mich stören. Das bringt mich wiederum zu dem Schluss: es muss irgendwann eine eigene Yacht her. 

Wir Motorsegeln weiter bis vor Helgoland. Tuch Runter, rein in Hafen und wir suchen uns ein schönes Päckchen zum anlegen. Nette Nachbarn helfen uns beim Anlegen, sodass wir um 14:50 Uhr fest auf Helgoland sind. 

Von zu Hause habe ich 2 lange Leinen mitgebracht, die wir im Päckchen von 5. Stelle an den Steg bringen. Lassospiele von Boot zu Boot... Hafenkino der anderen Art. Zunächst von unseren Nachbarn belächelt macht unser Können dann doch Eindruck. Die beiden Leinen habe ich mal günstig als Restposten ergattert, nun helfen sie uns. Das Leewärtige Päckchen nutzt uns als zusätzlichen Festmacher.

Einen Anleger später und nach einem Spaziergang zum Hafenbüro, wo mir die letzten 18,- Euro aus der Tasche gezogen werden, geht es ab unter die Dusche. Duschen ist zwar teuer auf Helgoland, aber wir nutzen doch die Gelegenheit. Die Minute kostet immerhin -,50 Euro, aber das haben wir gebraucht.

Ich verteile noch den Gennaker zum Trocknen im Salon, dann geht es auf eine kleine Runde ins Dorf und über das Oberland zurück. Ein Abendessen in der Bunten Kuh rundet den Tag ab. Während Engin noch die ganze Inselrunde macht, verstaue ich den Gennaker ordentlich in seiner Tasche. Nun ist er tatsächliche bereit zum Setzen, aber das wird wohl noch etwas dauern. 

Ein Nachbar hat angekündigt, dass er um 08:00 Uhr raus möchte. Passt zwar nicht in unseren Zeitplan, aber muss ja...

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