Heute schlafen wir (etwas) aus. Mit einem ausgiebigem Frühstück im Cockpit startet der Tag. Nach Reinschiff folgt die Sicherheitseinweisung von Ralf und eine Vorstellungsrunde. Die Erwartungen werden kurz abgesteckt und so kommen wir schnell auf einen gemeinsamen Nenner.

Wir fragen in Los Gigantes nach, ob dort ein Platz für unsere (relativ) große Yacht. Ab 12:00 Uhr weiß man dort mehr, wir sollen später noch mal anrufen. Die letzten Geschäfte werden erledigt und um 12:10 Uhr legen wir ab. Einen “richtigen” Wetterbericht gibt es leider nicht, wir müssen uns mit (mehreren) Programmen begnügen:

ECMWF: NO 5-6 in Böen 6-7

Draußen erwarten uns dann 6 - 7 Bft. aus NO, die Welle geht auf 2 - 3 m. Wir setzen ⅔ der Genua und kommen zügig voran. Zumindest bis zum Punta Raspa, dem südlichsten Punkt von Teneriffa.

Wir kommen hier in die Windabdeckung des Teide. Wir versuchen unser Bestes mit Groß und Genua, aber letztlich hilft hier nur der arabische Wind. Um 14:00 Uhr nehmen wir die Segel ganz weg und motoren weiter.

In der Ferne erspähen wir Grindwale, die halten aber Abstand zu uns, sodass wir hier leider keinen Fotobeweise liefern können. Aber ein Skipper ist ja glaubwürdig...

2 Stunden später ist die Flaute auch vorbei und wir ziehen die Segel wieder auf. Der Wind legt auch ordentlich zu und wir müssen sogar wieder reffen. Mit dem Hand Anemometer messe ich über 30 Knoten (Bft. 6-7). Der Windmesser der Avalon ist leider außer Funktion, aber so geht es ja auch. Mit angepasster Garnitur geht die Avalon überraschend ruhig durch die Welle. Hier ist die Größe doch mal entscheidend.

So geht es weiter bis zur Huk von Gomera. Hier reißen Wind und Welle ab. Das letzte Stück müssen wir also unter Motor bis nach Vueltas / Valle Gran Rej fahren. Ralf bringt uns um 19:20 Uhr sicher an die Innenmole, sodass wir über Nacht hier ruhig liegen.

Viel hat der Hafen nicht zu bieten. Die Hafenbecken sind mit zwei großen Molen von der See abgetrennt worden, landseitig steigt der Fels senkrecht auf 400 Meter auf. Dazwischen liegen ein paar kleine Fischerboote an Mooringen und 50 Meter Strand bieten eine Badegelegenheit. Toiletten, Duschen oder ähnliches gibt es hier nicht, lediglich eine Hafenkneipe in der man auch mal auf Toilette gehen kann. Nach einem ausgiebigen Abendessen starten wir eine Runde durch das Dorf. Schön ist es hier und seltsamer weise sehr deutsch…

Eine kleine Bar bietet uns noch einen absacker, dann geht es auch zurück an Bord und in die Kojen.