Nach dem gestrigen Ritt gehen wir heute erst mal Maasrund. Maasholm ist ein altes dänisches Dorf und das sieht man. Die Endung -holm deutet auf eine Insel hin. Maasholm ist heute an drei Seiten von Wasser umgeben, lediglich in nördliche Richtung gibtes eine Landverbindung.
Die Häuser, das Dorf und die Landschaft ist wirklich hübsch und alles ist sehr gepflegt.
Wir kommen an einer Räucherei vorbei und nehmen uns gleich etwas Fisch mit. Dazu ein paar Pellkartoffeln und ein schönes Abendessen steht auf der Backs.

Um 11:10 Uhr legen wir dann ab. Die Wettervorhersage ist mit uns:

Wettervorhersage: Küstenwetterbericht Flensburg bis Fehmarn: W um 4 vorrübergehend abnehmend 2-3, süddrehend, zeitweise diesig.

Wir wollen in Kappeln an die Tankstelle, da wir es ja in Heiligenhafen aus Zeitgründen nicht geschafft haben. Nach Kappeln dauert es ca. 30 Minuten. Als wir stellen aber fest, dass wir es vor der Brückenöffnung um 11:45 nicht schaffen werden. Also verschieben wir das Tanken auf später.

Vor der Brücke staut sich der Verkehr, aber wir schaffen es ohne wirklich warten zu müssen hindurch. Hinter der Brücke müssen wir ordentlich Gas geben, da die Eisenbahnbrücke bei Lindaunis in ca. 7 Meilen Entfernung auch um h:45 öffnet.
Wir geben also Vollgas und setzen das Gross noch zur Unterstützung hinzu. Das funktioniert gut und um 12:50 Uhr können wir ohne Verzögerung durch die Brücke fahren.

Jetzt haben wir alle Zeit der Welt bis Schleswig. Und die nutzen wir sinnvoll. Da wir genau gegenan fahren, lassen wir das Gross fallen und fahren mit langsamer Maschinenfahrt weiter.

Wir nähern uns der Enge von Missunde und beschließen spontan zu einem Stück Torte und Kaffee anzuhalten. Wir legen vor der Fähre direkt unter dem Cafe an. Auf der Terrasse finden wir ein schönes Sonnenplätzchen und genießen die Aussicht. Ein Segler kreuzt gegen Wind und Strom an der Fähre vorbei. Fast in Zeitlupe zieht er an uns vorbei. Andere Boote fahren unter Motor nach Norden oder Süden. Wir genießen die Ruhe und haben unseren Spaß.

Wir legen um 15:15 Uhr wieder ab und fahren zunächst unter Maschine aus der Enge heraus. Auf der großen Breite setzen wir Gross und Genua und Admiral Uka ruft die große Schlacht um die Stexwiger Enge aus: "Die Segelschiffe vorraus sind unsere!". Capitainin Alexandra übernimmt die Führung und ich die Vorschot. Wir fahren hoch am Wind, trimmen jede Windveränderung nach, und gewinnen so Faden um Faden. Der "Feind" hat verstanden und ergreift die Flucht. Wir sind jedoch schneller! Der Vorschoter trimmt, der Grossschoter trimmt, die Capitainin steuert... und unmittelbar vor der Enge sitzen wir den anderen Yachten im Heck. Wir müssen die Genua auswehen lassen, sonst stößt sich der Vordermann seinen Kopf an unserem Anker. Überholen können wir nicht, da sich die "Feinde" in der Enge selber im Weg ist und wir auch noch Gegenverkehr passieren lassen müssen.
Hinter der Enge suchen die "Feinde" ihr Heil im Abfallen. Wir halten die Höhe und ziehen in Luv davon. An der Tonne 80 Haddeby 1, dem (von uns) erklärten Ziel folgen wir dem Hauptfahrwasser nach Schleswig. Die feigen "Feinde" fahren ins Nebenfahrwasser und waren nicht mehr gesehen.

So steht es in den Geschichtsbüchern (seit heute) über die Seeschlacht in der Stexwiger Enge.

Die Siegreiche Crew macht um 16:35 Uhr vor der Eisdiele in Schleswig fest. Die Menge bestaunt die siegreichen Segler.

Wir genießen unseren Anleger und gehen noch eine Runde über den Holm und durch die Stadt. Den Räucherfisch verputzen wir mit Pellkartoffeln und zum Nachtisch holen wir uns