Willkommen, liebe Freunde

 

habt Teil an meinen Segelabenteuern.
Ich berichte für alle Freunde, die wissen wollen was ich an Bord so mache.
Als aktive Seh-Leute lasst mir doch gerne eine E-Mail zukommen, mit Anregungen, Grüße an die Crew, Ideen oder einfach nur so:

kommentar@skipper-martin.de

 

 

Reise Reise heißt es um 07:00 Uhr. Zumindest für mich für ein bestimmtes Ziel… So beginnt der Tag des Seglers ziemlich gewöhnlich. Ursprünglich wollten wir hier in Sassnitz frische Brötchen zum Frühstück haben, aber der Bäcker macht wegen Reichtum erst um 09:00 Uhr auf. Der Hafenmeister hat da eine andere Ansicht und kassiert schon 08:00 Uhr 14,- Euro für den Liegeplatz.

Letztes Jahr war ich mit Ralf zum goldenen Oktober hier. Da hat uns der Hafen nicht so gut gefalle, da viel Schwell im Hafen stand und wir nachts nicht gut schlafen konnten. Heute ist es anders. Es sind keine Offshore Versorger im Hafen, die das Becken durchwühlen und wegen der Flaute ist auch draußen keine Welle. Die Nacht war ruhig.

Nach dem Frühstück geht es dann raus.

Seewetterbericht vom 08.09.2019, 03.22 UTC.
Vorhersage gültig bis heute Nacht:

Boddengewässer Ost: Schwach umlaufend, später Nord bis Nordost um 3, strichweise Schauerböen, See 0,5 Meter.

Südliche Ostsee: Westteil anfangs schwachwindig, sonst Nord bis Nordost um 4, etwas abnehmend, strichweise Schauerböen, See 1 Meter.

Gross und Fock sind gesetzt, und nachdem wir einem Stellnetz augewichen sind, sollte der Kurs in Richtung Rönne/Bornholm gehen.
Der Wind kommt genau da her und könnte uns also von dort etwas berichten. Wir fahren erst mal hoch am Wind. Leider nur ca. 085 Grad. Besser wäre etwas um 060 Grad, aber mehr geht halt nicht. Wir müssen also nach Rönne Kreuzen.

Bei dem morgendlichen Briefing haben wir festgestellt, dass es an Bornholms Südküste keine Häfen für uns gibt. Wenn wir Rönne “aus welchen Gründen auch immer” nicht schaffen, bleiben Nexo (Ostküste) oder Hasle (Westküste). Beides keine sinnvollen Alternativen.

Wir segeln also so unseres Weges und nach 9 Wenden (Verkehrsbedingt) ändern wir gegen 14 Uhr unsere Pläne. Bornholm erscheint nicht mehr (sinnvoll) erreichbar. Wir entscheiden auf dem “Holebug” weiter zu segeln und dann etwas später eine Entscheidung über das Tagesziel zu treffen.

Nachdem sich der Wind bald danach komplett verabschiedet, wird als Tagesziel Lohme ausgesungen. Wir hatten zwischendurch noch die Ambition unter Gennaker in Richtung “Rund Rügen” abzubiegen, aber das war dann auch nix mehr.

Die letzten Meilen bringt uns der “arabische Wind” nach Lohme, wo Thorben uns souverän um 16:00 Uhr in eine Box bringt.
Wir genießen zum Tagesabschluss noch die Aussicht vom Cafe Niedlich.

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